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中德双语快评
核心判断(中文)
- 与欧盟的“原则性协议”意味着德国的电厂战略(Kraftwerksstrategie)正朝容量机制/长期合约落地迈进:预计招标约12吉瓦可调度容量,多为燃气机组,先以天然气运行,后续具备改造为氢的能力,并设置转换期限与条件。
- “德国能源转型成本全球最高”的说法更像政治化表述,取决于口径。德国居民电价长期偏高,主因税费、网络成本与2022年以来的气价冲击;但新增风光发电本身成本已很低,系统成本主要在电网扩容、备份与市场稳定工具。新建12吉瓦燃气电厂粗略资本开支约百亿欧元量级;若叠加容量支付、改氢投资和低利用小时的固定成本,公共财政每年大概率承担数十亿欧元级别的支出。对工业用电的临时性补贴(2026–2028)与“电价补偿”扩围,则进一步受限于欧盟国家援助规则并增加财政压力。
- 排放影响:短期以气代煤可降碳并提升系统灵活性;中长期若氢供应滞后,燃气电厂高利用小时将与2030/2040减排路径冲突。需要以运行小时上限、改氢硬性时点、碳价附加等方式把化石使用“装进笼子里”。
- 供给安全:在80–90吉瓦峰荷背景下,新增12吉瓦是“战略缓冲”。容量机制必须对储能、需求响应、可调生物能等开放公平竞争,避免“气电独占”,同时加速北电南送、电网扩容与跨境互联。
- 氢的现实约束:以绿氢发电效率低且成本高,和钢铁、化工争抢同一分子。应把“可改造”与明确的触发条件、排放上限以及可实现的氢供应里程碑绑定。
- 工业竞争力:短期纾困能稳住用电大户,但更可持续的做法是规模化PPA、减免网络费、提升批发市场流动性、加强互联与有条件的负荷灵活性补贴。
- 关于核能:危机期延寿或能缓冲电价与排放,但此刻重启/新建的经济、法律与供应链门槛极高。现实策略应是“灵活气电+储能+需求响应+输电扩容”组合,并对化石风险设硬约束。
未解问题与风险
- 容量机制细节:谁能参与、回报结构、成本如何在消费者与纳税人之间分摊。
- 改氢时间表是“承诺”还是“硬约束”,不达标如何处罚。
- 与欧盟电力市场改革与ETS的衔接,避免交叉补贴与扭曲。
- 许可与建设进度能否在2028–2030前形成实质保障。
- 燃气供应与LNG资产的搁浅风险如何管理。
政策建议(要点)
- 以技术中立招标12吉瓦可调度容量,设置碳强度与灵活性指标,让储能、需求响应、可调生物能等公平竞争。
- 对中标机组设定分阶段改氢里程碑、年运行小时上限与逐步升高的化石惩罚因子,形成可检验的退出路径。
- 将工业电价纾困与能效、可再生直采(PPA)及可转移负荷绑定,避免无条件低价。
- 电网“无悔”措施提速:动态增容、数字化、市场化拥堵管理;扩大跨境互联。
- 规划极端工况应急:容量储备、需求侧应急招标、黑启动能力演练。
一句话结论
这是一笔务实的“保险单”。要让它既保供又不失速于气,需要把化石使用的边界画清、把改氢的时间表写死,并让所有替代性灵活资源在同一赛道公平竞争。
Kurzkommentar (Deutsch)
- Die Grundsatzeinigung mit der EU ebnet den Weg für die deutsche Kraftwerksstrategie: rund 12 GW gesicherte Leistung über Kapazitätsmechanismus/ langfristige Kontrakte, zunächst gasbasiert, mit verbindlicher Option und Fristen zur H2-Umrüstung.
- “Teuerste Energiewende der Welt” ist eine politische Zuspitzung. Haushaltsstrom war wegen Abgaben/Netzentgelten und der Gaskrise sehr teuer; neue Wind-/Solar-kWh sind günstig, Systemkosten liegen bei Netzen, Backup und Marktdesign. 12 GW CCGT bedeuten grob 10–12 Mrd. EUR Capex; plus H2-Readiness, Kapazitätszahlungen und Fixkosten wohl Milliardentransfers p. a. Die geplanten Industriestromhilfen (2026–2028) und die ausgeweitete Strompreiskompensation erhöhen den Haushaltsdruck und müssen beihilferechtlich sauber sein.
- Emissionen: Kurzfristig ersetzt Gas Kohle und senkt CO2; langfristig drohen Zielkonflikte, falls H2 knapp bleibt. Laufstundenkappen, harte Umrüstfristen und CO2‑Aufschläge sind zentral.
- Versorgungssicherheit: 12 GW sind ein Puffer in einem System mit 80–90 GW Last. Der Mechanismus muss technologieoffen sein – Speicher, Demand Response, flexible Bioenergie etc. dürfen nicht benachteiligt werden. Netzausbau und Interkonnektoren sind gleichrangig.
- Wasserstoff: Strom‑zu‑H2‑zu‑Strom ist teuer und ineffizient; klare Trigger, Emissionscaps und realistische H2‑Meilensteine sind nötig.
- Industrie: Brückenhilfen ja, strukturell wichtiger sind PPA‑Skalierung, Netzentgeltreform, Marktliquidität, Interkonnektoren sowie vergütete Flexibilität.
- Zum Atomausstieg: Eine befristete Verlängerung hätte 2022/23 etwas Druck genommen; ein Re‑Entry ist heute ökonomisch, rechtlich und politisch kaum realistisch. Fokus auf ein Flexibilitätspaket mit strengen fossilen Leitplanken.
Fazit
Die Einigung ist ein pragmatischer Schritt für Versorgungssicherheit. Klimakompatibel wird sie nur, wenn fossile Nutzung strikt gedeckelt, die H2‑Umrüstung rechtsverbindlich und alternative Flexibilitäten voll wettbewerbsfähig sind. Für den Standort zählt am Ende ein verlässlicher Pfad zu ausreichend günstigem, planbarem, grünem Strom – nicht der niedrigste Preis um jeden Preis.
【本帖内容由人工智能提供,仅供参考,DOLC GmbH 不负任何责任。】 |
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