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[新闻] 欧盟拍板:最迟2027年全面告别俄罗斯天然气,紧急情况下仍留“安全阀”

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发表于 2026-1-26 14:36 | 显示全部楼层 |阅读模式
在乌克兰战争爆发初期,欧盟许多成员国仍依赖来自俄罗斯的石油和天然气来保障能源供应。如今,这一局面即将彻底终结。



欧盟成员国已经正式决定:最迟到2027年底,全面停止从俄罗斯进口天然气。根据新通过的规定,俄罗斯通过管道输送的天然气将被逐步削减,并最迟于2027年11月1日彻底停止,包括此前已经签署的长期供气合同在内。

在布鲁塞尔举行的投票中,27个欧盟成员国中有24国投了赞成票,达到了通过法规所需的多数。事实上,欧盟成员国代表与欧洲议会的谈判代表早在去年12月就已就该法规文本达成一致,如今只是最终确认。欧洲议会方面此前也已经放行。

欧盟委员会的分析认为,完全放弃俄罗斯天然气并不会对欧盟的能源供应安全构成威胁。布鲁塞尔方面早在去年就指出,全球市场上存在足够多的替代供应方,因此消费者不必过度担忧天然气价格大幅上涨。此次进口禁令正是由欧盟委员会提出的。

战争背景下的能源转向

推动这一进口禁令的根本原因,是俄罗斯对乌克兰发动的侵略战争。直到2022年战争爆发前,德国及许多欧盟国家在能源供应上高度依赖来自俄罗斯的廉价石油和天然气。摆脱这种依赖需要时间,尤其是为了避免对终端能源价格、也就是普通消费者造成过大冲击。

在战争爆发后,欧盟已陆续对俄罗斯的能源产品实施了广泛制裁,包括煤炭和石油进口禁令。而根据去年10月通过的一揽子制裁方案,俄罗斯的天然气进口也将在2027年彻底终止。

与需要每六个月延长、且必须成员国一致同意的制裁措施不同,此次通过的新法规将作为永久性法律生效,为停止俄罗斯管道天然气进口提供长期法律保障。

安全条款:极端情况下可临时放行

值得注意的是,这项法规中仍包含一项“安全条款”。如果某个或多个成员国的能源供应安全面临严重威胁,欧盟委员会可以在特定条件下,允许相关国家暂时中止天然气进口禁令。但前提是,该成员国必须正式宣布进入能源紧急状态,而且获准的供气只能是有时间限制的临时措施。

通过这一机制,欧盟希望在确保长期能源独立的同时,保留应对极端情况的灵活性。

削弱俄罗斯战争资金来源

欧盟方面表示,全面停止进口俄罗斯天然气,旨在从根本上降低欧盟对俄能源依赖,减少被能源“要挟”的风险,同时也让俄罗斯更难继续通过能源出口为其对乌克兰的战争提供资金。

尽管战争已持续近四年,俄罗斯至今仍能通过向欧盟出口能源获取巨额收入。其中一个重要原因是所谓的“影子船队”:俄罗斯购买了大量二手油轮,并更换船只所有权和悬挂国旗,使其在名义上隶属于未参与对俄制裁的国家,从而绕开限制。

根据欧盟统计局(Eurostat)的数据,2025年上半年,欧盟从俄罗斯进口的液化天然气价值接近45亿欧元;2024年,欧盟从俄罗斯进口的天然气(包括天然气及加工气体)总价值为156亿欧元。作为对比,欧盟同期从美国进口的天然气价值为191亿欧元。

随着这项新规落地,欧盟能源版图将在未来两年内发生根本性变化,而俄罗斯在欧洲能源市场的时代,也正走向终点。

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发表于 2026-1-26 14:37 | 显示全部楼层
中文评论
这项“最迟2027年全面告别俄罗斯天然气、但保留紧急安全阀”的决定,标志着欧盟把战时能源转型从短期应急,升级为长期法律秩序。它既是地缘政治上的脱钩,也是能源系统与市场结构的再定价。要点与影响如下:

- 法律与政治信号:与需半年度续期、且须一致同意的制裁不同,这次是常设法规,锁定了政策的时间表与可预期性,削弱克里姆林宫用气源“要挟”的空间。投票为24/27,显示总体共识已成形,但内部分歧仍在,实施细则与过渡成本的分担将是下阶段博弈重点。

- “安全阀”的双刃性:在成员国宣布能源紧急状态且经欧委会批准的条件下,可临时放行进口,降低极端情境下的断供风险与价格尾部风险;但也可能在政治上被质疑为“后门”。关键在于阈值设定、期限严格与透明度,避免被常态化使用。

- 供应版图重排:挪威将继续稳居第一大管道气供应方;LNG方面,美国、卡塔尔、阿尔及利亚等将承接增量,南欧与中东欧的港口与互联互通(克尔克、亚历山德鲁波利斯、威廉港、布伦斯比特尔、斯塔德等)将成为枢纽。欧盟层面的联合采购与储气(每年11月前高位填充)将继续充当“稳压器”。

- 对价格与市场的含义:中期看,基础设施扩容、需求侧下行和储气规则,抑制系统性飙价风险;但若遭遇寒冬叠加亚洲LNG需求回升,现货价仍可能波动。签订更多中长期LNG合同将提升安全性,却存在“锁定化石”的气候与财务风险。

- 需求侧与产业链:2022年以来的需求下降部分源自效率提升与可再生替代,也有一部分来自高能耗产业外迁或减产,后者带来工业竞争力考题。若要把“告别俄气”转化为结构性韧性,电网加固、可再生提速、热泵与建筑保温、需求响应与灵活性市场都要同步推进。

- 俄方对策与收入:管道改向受制于地理与新管道建设(例如对华“西伯利亚力量2号”仍存不确定),LNG扩能则受技术与制裁约束。短期靠“影子船队”更多影响的是石油而非管道气,但俄LNG对欧的窗口随规则落地将持续收窄,财政端承压。

- 区域差异与团结测试:传统上依赖俄气的中东欧与巴尔干地区过渡难度更大,互联互通、逆向流、共同采购与团结机制将是缓冲器。安全阀的触发若集中在个别国家,如何在不扭曲市场的前提下提供团结输送,将检验欧盟内部协调。

- 气候一致性:若以“以气保稳”换取“加速去碳”,则必须用严格的甲烷排放约束、限期的LNG回收机制和可再生投资提速来对冲“化石锁定”。把这次战略脱钩与Fit-for-55、REPowerEU和电力市场改革相互嵌合,是避免目标漂移的关键。

接下来观察点
- 细则落地:禁令对LNG覆盖范围与过渡安排的明确程度,安全阀的触发标准与透明度。
- 基础设施节奏:FSRU与永久码头的取舍、跨境管网瓶颈消除、储气成本与分摊机制。
- 合同结构:中长期LNG合同的规模与期限,是否嵌入甲烷排放和碳强度条款,避免与2050净零目标冲突。
- 需求侧韧性:冬季负荷高峰的需求响应能力、工业用气替代路径的财政与监管工具。
- 价格风险:寒冬/亚洲需求反弹/地缘扰动(如苏伊士、霍尔木兹)叠加时的TTF波动与对终端用户的传导。

对不同主体的建议
- 政府:把应急型FSRU逐步转向可撤场或多功能使用,防止长期锁定;完善安全阀的触发与退出机制;加码电网与储能,压缩对峰荷时段燃气的依赖。
- 公用事业与交易商:优化现货与长期合约的组合,对冲亚洲溢价风险;在采购合同中植入甲烷与排放条款,降低未来监管与声誉风险。
- 工业用户与城市供热:加速电气化、余热回收与燃料替代;在采购上引入需求响应与可中断条款,获取价格折扣与灵活性收益。
- 家庭与商业:优先热泵与保温改造,结合动态电价与需求响应降低总账单。

总的判断:这是一次迟到但坚定的结构性调整,安全阀降低了短期尾部风险,但不能成为延宕转型的借口。真正决定成本与韧性的,不是“是否告别俄气”,而是“以什么速度、用什么组合来替代”。

Deutscher Kommentar
Die EU verankert mit dem Ausstieg aus russischem Erdgas bis spätestens Ende 2027 – flankiert von einer Notfall-Sicherheitsklausel – den Übergang von Krisenmanagement zu einer dauerhaften Energieordnung. Kernpunkte und Folgen:

- Rechtlicher und politischer Anker: Anders als halbjährlich zu verlängernde Sanktionspakete schafft die Verordnung Planungssicherheit und nimmt Moskau Erpressungsspielräume. 24 von 27 stimmen zu – Konsens dominiert, Differenzen bleiben bei Umsetzung und Kostenteilung.

- Sicherheitsventil: Die temporäre Ausnahme im erklärten Notfall senkt Versorgungs- und Preisspitzenrisiken, birgt aber Moral-Hazard-Gefahr. Entscheidend sind strikte Schwellenwerte, enge Befristung und Transparenz.

- Angebotsrebalancierung: Norwegen bleibt wichtigster Pipeline-Lieferant; bei LNG gewinnen USA, Katar, Algerien an Gewicht. Häfen und Interkonnektoren (u. a. FSRUs in DE, Krk, Alexandroupolis) werden zu Knotenpunkten. Gemeinsame Beschaffung und Gasspeicher bleiben Stabilisatoren.

- Preise und Markt: Mittelfristig dämpfen Infrastruktur, sinkende Nachfrage und Speicherregeln das Systemrisiko. Gleichwohl bleibt Volatilität möglich, wenn kalte Winter auf asiatische LNG-Nachfrage treffen. Mehr mittel-/langfristige LNG-Deals erhöhen Sicherheit, aber auch Lock-in-Risiken.

- Nachfrageseite/Industrie: Effizienz, Erneuerbare und Flexibilität müssen mitziehen, sonst drohen Wettbewerbsverluste energieintensiver Branchen. Netz- und Speicherinvestitionen sowie Demand Response sind zentral.

- Russlands Optionen und Einnahmen: Pipeline-Umlenkung ist geologisch und infrastrukturell begrenzt; LNG-Expansionspläne stehen unter Sanktions- und Technologiedruck. Schlupflöcher, die bei Öl über Schattenflotten wirkten, sind bei Gas enger – der fiskalische Druck steigt.

- Regionale Divergenzen: Südost- und Mitteleuropa tragen höhere Übergangslasten. Solidaritätsmechanismen, Reverse-Flow und gemeinsame Beschaffung werden Stresstests bestehen müssen – insbesondere bei etwaigen Notfallausnahmen.

- Klimakohärenz: Der Sicherheitsgewinn muss mit Methanregulierung, zeitlich befristeten LNG-Investments und beschleunigten Erneuerbaren gekoppelt werden, um fossile Pfadabhängigkeit zu vermeiden.

Worauf zu achten ist
- Klarheit zum Geltungsbereich (inkl. LNG) und zur Ausgestaltung des Sicherheitsventils.
- Ausbaupfad für Terminals/Interkonnektoren, Speicherkapazitäten und Kostenteilung.
- Vertragsmix zwischen Spot und Langfrist, inklusive Methan-/CO2-Klauseln.
- Resilienz der Nachfrageseite (Demand Response, Elektrifizierung, Prozesswärme).
- Preissensitivität gegenüber Wetter und globalen Schifffahrts-/Geopolitikschocks.

Empfehlungen
- Regierungen: FSRU als flexible, notfalls rückbaubare Brücke nutzen; klare Exit-Kriterien fürs Sicherheitsventil; Netze/Storage ausbauen.
- Versorger/Trader: Portfolio diversifizieren, Asien-Risiken hedgen, Nachhaltigkeitsklauseln verankern.
- Industrie/Fernwärme: Elektrifizieren, Abwärme heben, flexible Beschaffungsverträge.
- Haushalte/Gewerbe: Wärmepumpen und Effizienz zuerst, dynamische Tarife nutzen.

Fazit: Ein verspäteter, aber entschlossener Strukturwechsel. Das Sicherheitsventil mindert Extremszenarien, darf aber nicht zur Dauer-Ausnahme werden. Kosten und Resilienz entscheidet die Geschwindigkeit und Qualität des Ersatzmixes – nicht die Ausstiegsabsicht allein.
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